Wasserretter müssen nicht mehr ins kalte Wasser springen

Vergangenes Wochenende wurde in Zell am See der Einsatz einer Rettungsdrohne getestet.

Wasserretter haben im Zeller See eine neue Möglichkeit zur Bergung von Menschen gefunden, die ins Wasser eingebrochen sind: Und zwar mit Hilfe einer Rettungsdrohne. Mittels Drohne wird ein Rettungsbrett zum Rettungssuchenden transportiert. So kann dieser sich am Rettungsbrett festhalten, aus dem Wasser gezogen und bis ans Ufer befördert werden.

Einsatz mit “Spineboard”

Der Einsatz wurde von der Samariterbund Wasserrettung Zell am See, dem Technologiekonzern Infineon und dem Zeller Kongress Ionica durchgeführt.

Die Rettungsdrohne flog das sogenannte „Spineboard“ (das Rettungsbrett) über ein Seil zum Opfer. Auf dem Spineboard ist eine Vorrichtung zum Festhalten angebracht. Normalerweise werden diese Bretter bei Rettungseinsätzen mit Verdacht auf Verletzungen der Wirbelsäule verwendet.

Beim Versuch letzte Woche war die Eisfläche so robust, dass der zu Rettende mittels Spineboard an der Drohne bis ans Ufer gezogen werden konnte.

“Wenn der Eingebrochene sich nicht mehr selbst am Board festhalten kann, kann die Drohne auch einen Helfer zur Unfallstelle ziehen”, erklärte der technische Leiter der Wasserrettung, Andreas Hutter, der APA .

Sollte dies nicht möglich sein, so kann die Drohne trotzdem die Sicherung der zu Hilfe kommenden Retter mit einem Seil aus der Luft übernehmen.

Vorteile von Rettungsdrohnen

Ein weiterer Vorteil der Rettungsdrohne ist, dass ein Rettungseinsatz mit Drohne deutlich günstiger ist, als mit einem Hubschrauber. Aufgrund der geringen Flughöhe ist ein Rettungseinsatz auch bei geringer Flughöhe und schlechter Sicht möglich. Falls der Drohnenpilot trotzdem schlechte bzw. keine Sicht zur Einsatzstelle hat, kann der Pilot mittels eingebauter Kamera die Drohne steuern.

Bis zu einem tatsächlichen Einsatz wird jedoch noch einige Zeit vergehen. „Es müssen einige Fragen hinsichtlich technischer und rechtlicher Natur geklärt werden”, so Hutter.

“Ein Einsatzzweck im Sinne der Sicherheit wie dieser ist in Zukunft durchaus denkbar. Die wenigsten Leute wissen, wozu Drohnen eigentlich imstande sind”, so Zander.

Rettungsdrohnen haben wir zwar nicht, aber hier der Link unsere Drohnen für industrielle Anwendungen:



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